Wasserversorgungs Genossenschaft Bertschikon

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Infolge Änderungen des SVGW (Schweizerischer Verein des Gas- und Wasserfachs) muss die Information über die Schweizer Wasserqualität neu gesucht werden.

Dazu schreiben Sie "trinkwasser.ch" in die Browser-Suchzeile, dann klicken Sie auf den Schriftzug "Trinkwasser" im neuen Fenster, es wird eine Graphik als Landschaft gezeigt. Dort klicken Sie in den Blauen Punkt mit Wasserhahn und Glas bei der Kirche. Dann erscheint eine Karte der Schweiz, die Sie vergrössern und verschieben können, um den Ballon Bertschikon oder irgend eine andere Wasserversorgung zu finden, oder Sie schreiben die Postleitzahl ins Textfenster unter der Karte.

Für die WVBertschikon können Sie aber auch folgenden Link aktivieren:

8614 Bertschikon

Protokoll der GV vom 1.04.2916

Der Postbrunnen ist am Netz der WVB angeschlossen

 

 

Hier die Begründung für die Umlegung des Brunnens vom Quellwasser aufs Netz :

Anlässlich des Baugesuches der Fa. Reichle Architekten für 3 EFH im Pünt/Schinberg entdeckte das AWEL (Kant. Amt für Wasser, Energie und Luft), dass wir einen "illegalen Brunnen", gespeist von einer Quelle am Schinberg, betreiben, d.h. weder eine Konzession haben, noch eine Schutzzone ausgeschieden ist. Das kantonale Labor hat denselben aber Jahr für Jahr beprobt und dessen Wasser generell die Trinkwasserqualität bescheinigt.

Offenbar will das AWEL nun die gesetzlichen Grundlagen durchsetzen. Auszug aus dem Brief vom 17.6.08 an das Bauamt Gossau:

und weiter:

Und so sieht die erforderliche Schutzzone aus:

Es wären also bereits über 20 bebaute Parzellen betroffen.

Im erwähnten Brief heisst es weiter:

Der Vorstand der WVB hat von diesen Forderungen Kenntnis genommen. Er hat dem Gemeinderat den Vorschlag gemacht, das Quellwasser ins Konzept der Notwasserversorgung aufzunehmen, was dieser aber ablehnte. Dann haben wir uns mit dem Geschäftsführer der Firma Frei+Krauer, Max Temperli; vor Ort besprochen. Er rät dringend ab von einem Konzessionsgesuch samt Schutzzone und schätzt allein dessen Kosten auf gut und gerne 15'000Fr., was sich auf gar keinen Fall rechnen würde. Dazu: Entschädigungsforderungen der betroffenen Liegenschaftsbesitzer wären zu erwarten.

FAZIT:

Die WVB hat weder das Quellrecht, noch eine Konzession, noch eine Schutzzone.
Es ist heute müssig, darüber zu debattieren, wer wann diese Vorkehrungen verschlampt hat. Tatsache ist, dass ein nachträgliches Erarbeiten dieser Erfordernisse einen grossen Aufwand darstellt. Zudem haben alle betroffenen Grundeigentümer ein Einspracherecht, da sie einschneidende Massnahmen in Kauf nehmen müssten. Dazu 3 Beispiele aus den Dokumenten zur Ausscheidung von Schutzzonen des AWEL:

Schutzzone S2, Verbot: - grundsätzlich keine neuen Bauten (Gebäude, Strassen, Parkplätze) - grundsätzlich keine Abwasseranlagen - grundsätzlich keine Heizöltanks, etc.

Auch wäre die WVB unter unsäglichem Zeitdruck, da wir uns (nach erfolgreicher Ortung der Quelle - ein Rutengänger hat bereits kläglich versagt) noch diesen Herbst entscheiden müssten.

Der Vorstand der WVB hat nach langem abwägen sich entschlossen, den Postbrunnen ans Netz anzuschliessen, sobald die Aushubarbeiten im Pünt beginnen. Er ist sich bewusst, dass er etliche Genossenschafter und auch Auswärtige, die regelmässig ihr Quellwasser holten, vergraulen wird. Er kann aber im Interesse der ganzen Genossenschaft das unberechenbare finanzielle und rechtliche Risiko nicht eingehen und hofft auf breites Verständnis.

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